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Anobium punctatum De Geer
Der gemeine Nagekäfer
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Ein alter Hobel
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| Schon ein wenig antik:
Ein paar Wurmlöcher
äußerlich zumindest _ _ _
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Und wie sieht es von innen aus?
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| Was sich hinter diesen scheinbar nur wenigen
Wurmlöchern verbirgt, bringt dann doch so manchen zum Staunen.
Das Innere des alten Hobels ist vollkommen brüchig und
durchlöchert.
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Der Übeltäter:
Hier zu sehen als kleiner Käfer ( 5 kl. schwarzen
Punkte) der große Käfer (Rothalsbock) liegt nur zum
Größenvergleich daneben
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Sein Name:
Anobium punctatum De Geer oder auch gewöhnlicher
Nagekäfer genannt:
Er ist meist zwischen 3 und 5 mm lang, von gedrungener ovaler
Form, im Querschnitt rund und meist dunkelbraun.
Er ist an erster Stelle unter den holzzerstörenden Insekten
einzuordnen und befällt Nadel- sowie Laubholz gleichermaßen.
Möbel, Treppen, Holzskulpturen, Dachstühle, Holzfußböden,
Holzvertäfelungen, Fenster, Türen,... nichts ist vor ihm sicher
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Der kleine Käfer ( das Weibchen ) legt seine ca. 0,3 mm
langen Eier in Ritzen, Spalten oder alte Wurmlöcher des Holzes.
Nach ca. 3 Wochen schlüpfen die Larven, die sich dann ins Holz
einbohren um dort normalerweise 2-4 Jahre zu leben und durch ihren
Fraß das Holz zu zerstören. Unter bestimmten Bedingungen kann sich
das Larvenalter
aber bis zu 10 Jahren hinauszögern.
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Hier die Larve ( der eigentliche sogenannte
"Holzwurm" ) des Käfers Anobium punctatum De Geer
Irgendwann verpuppt sich die Larve und nach einer
etwa 2-4 wöchigen Puppenruhe schlüpft ein neuer Käfer und
verlässt dann über das Ausflugsloch, welches er sich frisst, das
Holz.
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| Das heimtückische an diesem Käfer ist jedoch, dass er
immer wieder das gleiche Holz befällt.
Er ist ein ortstreuer Gefährte und sorgt somit dafür, dass,
obwohl er sehr klein ist, es über die Jahre hinweg doch schafft
Möbel, Kunstwerke ja sogar wichtige statische Bauteile sowie Treppen
oder Teile eines Dachstuhls so zu schwächen, dass die volle
Funktionstüchtigkeit oder die Standsicherheit des Gebäudes
gefährdet sein kann.
So manche Treppe, die bei unseren Untersuchungen scheinbar
oberflächig nur ein par Wurmlöcher aufwies, musste gesperrt
werden, da die Stufen innerlich vollkommen ausgehöhlt waren.
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Hier eine Bohrlochinjektion im Endbereich einer Mittelpfette
eines Dachstuhls.
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Ein weiterer tierischer Holzschädling ist der Bunte
Nagekäfer, Xestobium rufovillosum De Geer.
Er ist 5 bis 7 mm lang und hinterlässt kreisrunde
Ausflugslöcher mit einem Duchmesser von 3-5 mm.
Er bevorzugt pilzbefallene Laubhölzer, insbesondere Eichenbalken.
Aber auch an Nadelholz macht er sich zu schaffen.
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Hier die Ständer eines alten Fachwerkhauses.
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Anfänglich, scheinbar nur ein kleinerer Schaden im unteren Bereich
eines Fachwerkständers.....
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.......entpuppt sich
oft als größerer Schaden, der dann doch eine größere Reparatur
erforderlich macht . Auch hier in diesem Fall war
der Ständer, der augenscheinlich noch recht gut aussah. bis auf
eine Höhe von 1,30 Meter durch Feuchtigkeit, die den daraus
entstandenen Braunfäuleerreger sowie durch den bunten Nagekäfer
völlig ausgehöhlt und musste ausgetauscht werden. 
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Hylotrupes bajulus
Er ist der wichtigste Zerstörer von verbautem Nadelholz
Der Käfer wird zwischen 10 und 25 mm lang und bevorzugt
warme sonnenbeschienene Dachstühle oder ähnlich verbautes Holz.
Das Weibchen legt bei günstigen Bedingungen bis zu 600 Eier in
Ritzen des Holzes ab. Aus ihnen schlüpfen 2-4 Wochen später
Larven, die sich bis zu 10 Jahren, manchmal sogar bis zu 15 Jahren im
Holz aufhalten.
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| Hier auch das heimtückische, der Befall kann über
Jahre hinweg unbemerkt bleiben, da sich die Larven des Käfer nur
bis knapp unter die Holzoberfläche fressen und so unbemerkt bleiben
bis dann eines Tages ein Fuß durch einen Holzfußboden bricht, wie
hier auf dem Dachboden rechts im Bild zu sehen.
Die Fußbodenbretter, die bei Kauf des alten Hauses scheinbar
keinen Schaden aufwiesen, waren innerlich so zerfressen, das der
komplette Fußboden samt Holzbalkendecke saniert
werden musste.
Eine bekämpfende Maßnahme und Erhaltung der Bausubstanz war
nicht mehr möglich, da der Schaden zu groß war. Zudem war der
Wurm noch aktiv.
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Die Larve des Hausbockes wird bis zu 3 cm lang
und hat beachtliche Fresswerkzeuge und einen enormen Hunger.
So ist es kein Wunder, dass es möglich ist, dass eine Generation
von Larven oft bis zu 90 kg Holz verschlingt, evtl. das Gewicht
zweier ganzer Dachsparren.
Sie ernährt sich vom Eiweiß des Nadelholzes und bevorzugt das
weichere Splintholz.
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| Der Hausbockbefall (bzw. Schaden) ist an seinen ovalen
Fraßgängen und Ausflugslöchern erkennbar.
Diese Schlupflöcher sind in der Regel ca. 4mm breit und 7mm
lang.
Jedoch bitte Vorsicht !!!
Schlupflöcher dieser Art werden auch von anderen Bockarten
erzeugt.
Diese werden sehr häufig mit dem Hausbock verwechselt.
Eine Unterscheidung ist oft nur von einem Fachmann zu erreichen
und aus folgendem Grund sehr sinnvoll. Schlupflöcher einer anderen
Bockart sind ein festes Indiz dafür, dass es sich hier um einen
Schaden handelt, der unerheblich gering ist, da er von einem Frischholzinsekt im Wald hervorgerufen wurde,
welches im trockenen verbauten Holz gar nicht überleben kann.
Selbst wenn vielleicht 3 oder 4 Käfer ausschlüpfen
sollten, die aus dem Wald mit eingeschleppt wurden, müssten hier jedoch
keine bekämpfenden Maßnahmen eingeleitet werden.
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Nur der echte Hausbock schafft es, Schäden am
verbauten Nadelholz anzurichten, so dass die Statik von
Gebäudeteilen und das Leben von
Menschen gefährdet sein kann. Schlupflöcher, kleine
Holzmehlhaufen, und ein hohler dumpfer Klang
eines Holzes können Hinweise
für einen Schädlingsbefall sein, sie müssen
es aber nicht, es besteht genauso die Möglichkeit, das der
Wurm schon längst nicht mehr da ist, oder vielleicht nur im Wald
gefressen hat. In diesem Fall wäre eine
bekämpfende Maßnahme eine unnötige Belastung der
Umwelt, der Gesundheit und
des finanziellen Budgets des Objektbesitzers. Dies
zu unterscheiden und hier die richtigen Wege aufzuzeigen, das ist
eine unserer Aufgaben, die wir ihnen anbieten. Eine
fach - und sachkundige Untersuchung im Vorfeld einer Sanierung ist
gar nicht so teuer, wie oft angenommen wird und auf jedem Fall günstiger
als die Reparatur einer unsachgemäßen
Sanierungsmaßnahme oder die Folgen einer statischen oder
gesundheitlichen Katastrophe. |
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Laut DIN 68 800 Teil 4 hat vor einer bekämpfenden
Holzschutzmaßnahme eine Untersuchung stattzufinden, die feststellt;
um welchen Holzschädling es sich hier handelt und ob es sich um
einen aktiven Befall oder vielleicht nur um einen Schaden durch
einen Befall handelt, der vielleicht gar nicht mehr aktiv ist, was
eine Bekämpfungsmaßnahme überflüssig machen würde.
Erst nach der Erstellung eines Untersuchungsberichtes, der
alle Schäden detailliert aufzeigt, kann eine sinnvolle
Sanierungsmaßnahme erarbeitet werden.
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Wichtig ist bei einem Hausbockschaden an statischen
Bauteilen die Beurteilung der Restquerschnitte, die nach dem Abbeilen des geschädigten Holzes übrig bleiben.
Um die Tragfähigkeit beurteilen zu können ist eine
Zusammenarbeit mit einem sachkundigen Fachmann, z.B. einem
Statiker unerlässlich.
Ist dies geschehen, so sind dann meist durch Anbringen von
Verstärkungen die Bauteile wieder voll funktionstüchtig.
Maßnamen dieser Art sind meist viel kostengünstiger und
sinnvoller als eine Totalsanierung, da es sich hier
nur um Reparaturen handelt und nicht der ganze Dachstuhl
erneuert werden muss, was ja auch eine neue Eindeckung und die
Entsorgungsprobleme der Altlasten zur Folge hätte .
Viel zu oft werden alte Bauteile herausgerissen und durch neue
ersetzt, was häufig unnötig ist.
Lassen Sie sich doch einfach
mal beraten,
wir sind gerne für
Sie da.
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