Schimmel macht krank

Oft ist Schimmel in einem gemietetem Objekt der Grund für Streitigkeiten zwischen Mietern und Vermietern.

Vermieter argumentieren hier oft mit dem ungenügenden Lüftungs- und Heizverhalten des Mieters, worauf der Mieter meist mit dem Hinweis auf unzureichende Wärmedämmung und Wärmebrücken oder Schäden am Objekt kontert.

Ein langwieriger Streit mit schwierig zu beweisenden Fakten ist oft das Resultat.

 

 

Im Zuge der Energiesparmaßnahmen wurden in Hundertausenden von Wohnungen neue, dichtschließende Fenster eingebaut, ohne dass sich das Lüftungsverhalten der Mieter änderte. Nahezu gleichzeitig kam es in vielen Wohnungen zu Schimmelpilzbefall.

 

 

 

Immer mehr Mieter klagen über feuchte Wände, Spackflecken und Schimmel in der Wohnung. . Sie beeinträchtigen nicht nur das Wohlbefinden des Bewohners, sie sind auch gesundheitsschädlich.

Es können Beschwerden auftreten, wie z.B. Atemwegsprobleme, Schleimhautschädigungen, Augenreizungen, Müdigkeit, und Gliederschmerzen.

Bei  gesundheitlichen Problemen, die augenscheinlich durch Schimmel verursacht worden sind, sollte man sich von seinem Hausarzt an einen Umweltmediziner überweisen lassen, der dann abklären kann, ob die Beschwerden durch den Schimmel verursacht wurden. Ein  Hausarzt allein kann oft die Symptome einer Schimmelpilzerkrankung nicht erkennen und bescheinigt die volle Gesundheit des erkrankten Patienten.

In Falle einer schweren Erkrankung wäre es dann auch sinnvoll, den Schimmel genauer zu bestimmen.

Es gibt ca. 1500 verschiedene Arten von Schimmelpilzen, die den Gruppierungen der Zygomyceten, Ascomyceten oder Deutermyceten zu zuweisen sind.

 

Im Normalfall ist eine genaue Zuordnung jedoch nicht zwingend notwendig. Eine Beseitigung der Schadensquelle und der Schutz der Gesundheit der Bewohner stehen hier im Vordergrund.

 

 

Ursachen für den Schimmel und die auftretende Feuchtigkeit können  Schäden am Haus oder Baumängel sein oder durch falsches Lüftungs,- und Heizverhalten hervorgerufen werden.

Oftmals liegt eine Kombination beider Gründe vor, was dann juristisch gesehen eine Verringerung des Anspruchs auf Mietminderung hat. Eine gute Einigung beiderseits ist von daher immer der beste, günstigste und nervenschonendste Weg.

Klar ist jedoch eines, der Schimmel macht krank, und muss so schnell wie möglich beseitig werden, um die Gesundheit der Bewohner nicht weiter zu beeinträchtigen.

Abwaschen, Überpinseln oder ähnliches machen da wenig Sinn.

Farben oder Mittel, die den Schimmel abtöten können nur eine vorrübergehende  Hilfe sein, da solche Maßnahmen das Übel langfristig nicht beseitigen.

Es muss der Grund des Übels gefunden werden, um den Zustand, der den Mangel erzeugt zu beheben.

Bei Verdacht auf versteckten Schimmelbefall ( hinter Verkleidungen, Einbauschränken u.s.w.) gibt es die Möglichkeit Raumluftmessungen durchzuführen oder einen Schimmelsuchhund einzusetzen.

Sollten Sie Fragen diesbezüglich haben, wir beraten Sie gern.

 

Mögliche Ursachen für Feuchtigkeit können sein:

1) Feuchtigkeit von außen.

Undichte Stellen im Mauerwerk oder Dach,

versteckte Wasserrohrbrüche oder defekte, in der Wand liegende Fallrohre,

hier ist der Fall klar. Es ist ein Mangel am Bauwerk und liegt bei der Zuweisung der Schuldfrage auf Seiten des Vermieters.

 

2) Feuchtigkeit von innen

Durch Kondenswasserbildung z.B.

Zur Kondenswasserbildung kommt es durch die normale Atemluft der Bewohner, durch Pflanzen, Kochen, Duschen, Baden und Wäschetrocknen.

Zusammengerechnet können da ( je nach Wohnungsgröße und Anzahl der Bewohner ) 20 bis 30 Liter Wasser zusammen kommen, die dann von der Raumluft aufgenommen werden.

Diese kann aber nur eine bestimmte Menge an Wasser aufnehmen. Ist die Sättigungsgrenze ereicht, schlägt sich die Feuchtigkeit an den kältesten Stellen des Raumes als Kondenswasser nieder.

Die kältesten Stellen sind meist Fensternischen und Raumecken an der Hausaußenwand.

Bei Feuchtigkeit von innen ist der Beweis zur Klärung der Schuldfrage oft nur schwer zu erbringen.

 

 

Durchführung von Schimmelpilzsanierungen

Je nach Stärke und Ausmaß des Befalls sind sie mehr oder weniger schwierig durchzuführen.

Schimmelpilzsanierungen verlangen Sachkunde und Sorgfalt.

Wir sind gerne für Sie da um Ihr Sanierungsprojekt fachkundig zu begleiten.

 

Baupilze

Es gibt verschiedene Arten von Pilzen, die die Substanz von Gebäuden oder anderen Kulturgütern schädigen oder zerstören können.

Um Ihnen das Erkennen eines Baupilzes ein wenig zu erleichtern, haben wir hier einige Erkennungsmerkmale herausgestellt, anhand derer wir auf Einzelheiten eingehen wollen.

Oft entwickeln sich Baupilze in bestimmten Stadien, die nacheinander folgen.

 

Pilze benötigen immer Feuchtigkeit, ohne diese können Sie nicht wachsen.

Oft tritt als Vorreiter der Baupilze  Schimmel auf.

Ebenso wie Schimmelsporen, so sind auch ständig Pilzsporen in der Luft, jedoch nur unter den  richtigen Bedingungen können sie sich niederlassen und sich dann an ausbreiten und Schäden anrichten.

Hier links zusehen:

Luftmyzel des echten Hausschwamms.

Es handelt sich hier um ein dem Schimmel ähnliches watteartiges Gewächs, welches die Anfangsstufe eines Pilzbefalls (hier echter Hausschwamm) darstellt.

 

Diese wie Eisblumen wirkende feinen kleinen Wurzelfäden werden als Oberflächenmycel bezeichnet und sind auch wiederum ein Erkennungsmerkmahl eines Pilzes.

Dieses Mycel ist vergleichbar mit den Wurzeln einer Pflanze.

Hierüber holt der sich Pilz  seine Nährstoffe.

Beim echten Hausschwamm kann dieses Mycel zum Stragmycel mutieren,  welches so dick wie ein Bleistift werden kann und durch das Mauerwerk wächst, und ohne weiteres Strecken von mehr als 10 Meter überbrücken kann welche ihm  keine Nahrung und Feuchtigkeit bieten.

Findet es dann zum Beispiel im Nachbarhaus, zu dem es durch die Mauer hinüber gewachsen ist, Material wie Holz oder ähnliches, so kann der echte Hausschwamm dieses Material, zersetzen und sich davon ernähren, ohne das es nass sein muss.

Das ist es, was den echten Hausschwamm so begrohlich  macht.

Er wächst sich überall hindurch, zerstört das Mauerwerk und ist in der Lage, durch sein Mycel hindurch Wasser über weite Strecken hinweg zu trockenen Gegenständen zu schaffen, um diese dann zu benetzen. Hat er dieses einmal geschafft, so hat er sich die besten Voraussetzungen geschaffen, damit er durch Ausstoßen von bestimmten Enzymen den neuen Gegendstand zersetzen und sich davon ernähren kann.

Dadurch ist es möglich, dass er bis in Bereiche vordringt die gar nicht feucht sind.

 

Bild oben : Mycel des weißen Porenschwamm

Auch Mycel in dunkler Färbung kann ein Hinweis auf einen Pilz sein.

Hier ist es das Mycel des  Braunen Kellerschwammes.

 

Ein weiteres Erkennungsmerkmahl sind die Fruchtkörper.

Diese sind praktisch als Frucht des Pilzes anzusehen.

Über diese Fruchtkörper werden Sporen ausgestoßen, die sich über die Luft weiter ausbreiten.

Diese Sporen machen eine Sanierung eines echten Hausschwamms so schwierig.

Trägt man diese Sporen zum Beispiel an seinen Schuhen in ein anderes Haus, hat man sein bestes zur Ausbreitung dieses Schädlings getan.

Die Sanierungsmaßnahme eines echten Hausschwammes sollte nur von sachkundigen Fachbetrieben angegangen werden, damit sie erfolgreich durchgeführt werden kann.

 

 

Der Echte Hausschwamm ist ein Braunfäuleereger  und lässt Holz durch Abbau von Zellulose zu kleinen Braunen Würfeln zerfallen und nimmt ihm jeden statischen Halt.
Die genaue und sichere Analyse der Pilzart sind Vorraussetzung für fachgerechte Sanierungsmaßnahmen.

Pilze können schwere Schäden anrichten, die die Standsicherheit von Gebäuden stark beeinträchtigen können.

Bei ihrer Sanierung ist mit äußerster Sorgfalt vorzugehen und die neuen Konstruktionen sind fachgerecht so zu planen, dass ein Neubefall auszuschließen ist.

Ein leichtfertiger Umgang mit Pilzschäden bei Sanierungen führt meist zu erheblichen Folgekosten, die durch fachgerechte Planung und Ausführung hätten vermieden werden können.